niederländische strafverfahren gegen deutsche und österreicher
wegen im 2.weltkrieg begangener ns-verbrechen

Verfahren Lfd.Nr. NL010
Tatkomplex: Kriegsverbrechen, Andere Massenvernichtungsverbrechen
Angeklagte:
Rauter, Hans Albin Todesstrafe
Gerichtsentscheidungen:
BG/BS Den Haag 480504
BRvC 490112
Tatland: Niederlande
Tatort: Den Haag
Tatzeit: 40-45
Opfer: Juden, Widerstandskämpfer, Häftlinge, Zivilisten
Nationalität: Niederländische
Dienststelle: HSSPF Niederlande
Verfahrensgegenstand: Hatte als HSSPF und Generalkommissar für das Sicherheitswesen in den Niederlanden massgeblichen Anteil an der Entrechtung, Verhaftung und Deportation der niederländischen Juden, von denen über 100.000 den Tod fanden. Durchführung von Razzien und Verhaftungen für den Arbeitseinsatz in Deutschland. Deportation einiger Tausend Studenten nach dem Attentat auf General Seyffard, den Führer der niederländischen Freiwilligen Legion der Waffen-SS. Bekämpfung der Widerstandsbewegung durch sog. Silbertanne-Aktionen, Repressalerschiessungen, Sippenhaft, Kollektivgeldstrafen und Beschlagnahmen privaten Eigentums sowie durch die Einziehung der Rundfunkgeräte in den Niederlanden
Nach Deutschland abgeschoben: nein, Todesurteil vollstreckt am 490325
Urteil veröffentlicht: ja, in NJ 1949.87 mit Anmerkung Röling sowie wörtlicher Verhandlungsprotokoll in: Het Proces Rauter, Den Haag 1952 (Verlag Martinus Nijhoff)
Sonstige Hinweise: Röling S.333, 340, 343-344, 348, 350, 358, 366, 369, 383, 387, 398, 401, 403-405, 414, 423, 424, 426. UN Law Reports XIV