justiz und ns-verbrechen / nazi crimes on trial

DIE DEUTSCHEN STRAFVERFAHREN WEGEN NS-TÖTUNGSVERBRECHEN

Strafakten einsehen - wo sind die Akten?

 

Falls die von uns veröffentlichten Urteile Anlass zu weiteren Forschungen zum betr. Verfahren geben, könnte Einsichtnahme in die Strafakten von Nutzen sein. Zwar sind eine Reihe von Strafakten inzwischen vernichtet worden oder verloren gegangen, von einer stattlichen Anzahl von Verfahren sind sie jedoch noch vorhanden.

Westdeutschland:
die westdeutschen Strafakten befinden sich grundsätzlich bei der Staatsanwaltschaft bei jenem Landgericht, vor dem die Strafsache verhandelt worden ist. Dort (bei der Staatsanwaltschaft) sollte man anfragen. Ältere Akten dürften von der Staatsanwaltschaft an die Landesarchive abgegeben worden sein. Die betr. Staatsanwaltschaft kann darüber Auskunft geben bzw. leitet die Anfrage an das Landesarchiv weiter.

Ostdeutschland (ehemalige SBZ / DDR):
die ostdeutschen Strafakten aus Verfahren wegen NS-Verbrechen befinden sich nur ganz selten bei den Staatsanwaltschaften, da diese die Akten in der Regel an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR abgegeben haben.
Deshalb befinden sich die meisten erhalten gebliebenen Strafakten jetzt bei der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Berlin (weiter: BStU).
Dort sind die Akten aber nicht nach dem Aktenzeichen der Justiz registriert und somit über dieses nicht auffindbar. Dazu braucht man den Namen, den Geburtsort und das Geburtsdatum des Angeklagten.
Da über 85% der Namen von uns aus Datenschutzgründen gekürzt wiedergegeben werden müssen, ist folgendes Verfahren mit der BStU abgesprochen worden:

Sie wenden sich an

BStU
Referat AU II.3
zu Az.: 46316/94 Z
Postfach 218
D 10106 Berlin / BRD
(oder per fax: + 49 30 2324 9039)

- beziehen sich auf die Website 'Justiz und NS-Verbrechen'
und
- bezeichnen das Ihnen interessierende Verfahren mit der 'Verfahren Lfd.Nr.', die es in unserer Website hat (z.B. für das Verfahren des LG/BG Karl Marx Stadt aus dem Jahre 1959 gegen Kön. und Win. die 'Verfahren Lfd.Nr.' 1094).

Auch wenn der Name des Angeklagten nicht gekürzt worden ist, ist die Angabe der 'Verfahren Lfd.Nr.' erforderlich, weil die Website kein Geburtsdatum und keinen Geburtsort der Angeklagten enthält und diese für das Auffinden der Akte in aller Regel unentbehrlich sind.

Bitte schreiben Sie nicht einfach an die BStU, sondern erwähnen Sie ausdrücklich in Ihrer Anschrift die oben angegebene Abteilung ("Referat AU II.2") und das Az. ("46316/94 Z"). Denn nur diese Abteilung kann an Hand der ihr von uns übergebenen Listen und der von Ihnen genannten 'Verfahren Lfd.Nr.' die in Frage kommenden Angeklagten feststellen und damit die gewünschte Strafakte (falls vorhanden) auffinden.

 

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