DDR-JUSTIZ UND NS-VERBRECHEN
Die ostdeutschen Verfahren wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen

urteil walheimverfahren

Zwischen April und Juli 1950 wurden in jenen Waldheimverfahren, bei denen festgestellt werden konnte, dass ein Tötungsverbrechen Gegenstand des Verfahrens war, 91 Angeklagte abgeurteilt. Von ihnen wurden 24 zum Tode, 31 zu einer lebenslänglichen und 36 zu einer zeitigen Zuchthausstrafe verurteilt. Freisprüche erfolgten nicht. 17 Todesurteile wurden vollstreckt, 13 Verurteilte verstarben in der Haft, einer wurde an die UdSSR überstellt. Von den übrigen 60 Angeklagten wurden 1952 5, 1954 7, 1955 16 und 1956 27 entlassen. Die letzten fünf Angeklagten wurden zwischen 1957 und 1969 entlassen.