DDR-Justiz und NS-Verbrechen

Verfahren Lfd.Nr.1073
Tatkomplex: Andere Massenvernichtungsverbrechen, NS-Gewaltverbrechen in Haftstätten, Andere NS-Verbrechen
Angeklagte:
Petri, Erna geb. Kürbs lebenslänglich
Petri, Horst Todesstrafe
Gerichtsentscheidungen:
LG/BG Erfurt 620915 Az.: IBs8/62
Ob.Gericht der DDR 621012 Az.: 1bUst185/62
Tatland: Ukraine
Tatort: Gut Grzenda bei Lemberg, Saschkow
Tatzeit: 41-44
Opfer: Fremdarbeiter, Deutsche Soldaten, Juden, Zivilisten
Nationalität: Sowjetische, Deutsche, Polnische
Dienststelle: Privatperson
Verfahrensgegenstand: Betriebsleiterehepaar des SS-Gutes Grzenda. Horst Petri: Misshandlung von zahlreichen auf dem Gut beschäftigten Personen, zum Teil mit unheilbaren gesundheitlichen Schäden. Beteiligung an Treibjagden auf aus Deportationstransporten geflüchteten Juden und Erschiessung aufgegriffener Juden. Teilnahme an der Erschiessung der jüdischen Bevölkerung eines Nachbarortes des Gutes. Deportation der jüdischen Zwangsarbeiter des Gutes ins KL. Mitwirkung an der Erschiessung von 15 ukrainischen Bauern, die Partisanen mit Lebensmitteln versorgt haben sollen. Beschiessen eines deutschen Soldaten. Erna Petri: Beteiligung an Treibjagden auf geflüchtete Juden. Erschiessung von ergriffenen oder im Freien betroffenen jüdischen Männern und Kindern. Misshandlung auf dem Gut beschäftigter Mädchen. Überstellung ukrainischer Arbeiterinnen in ein KL

Veröffentlicht in DDR-Justiz und NS-Verbrechen Band III

 

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