justiz und ns-verbrechen / nazi crimes on trial

DIE DEUTSCHEN STRAFVERFAHREN WEGEN NS-TÖTUNGSVERBRECHEN

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Forschungshilfen

 

Privaten Forschern, die suchen aber nicht fündig werden, kann individuell mit gezielten Suchhilfen geholfen werden.

1. Verfahren suchen

a) Suchen nach einem Verfahren gegen einen bestimmten Angeklagten, das sich auf der Internetseite nicht finden lässt.

Das kann verschiedene Gründe haben:

‑ aus datenschutzrechtlichen Gründen sind die Namen vieler Angeklagten gekürzt, darunter auch der Name des gesuchten Angeklagten;

‑ in dem Verfahren ist kein Urteil ergangen - das Verfahren ist von der Staatsanwaltschaft eingestellt worden, der Angeklagte wurde nach einer gerichtlichen Voruntersuchung ausser Verfolgung gesetzt oder es ist aus anderen Gründen zwar zu einem Ermittlungsverfahren, nicht aber zu einer Hauptverhandlung gekommen (nur Verfahren, in denen ein Urteil ergangen ist, werden auf der Internetseite erwähnt);

‑ es betrifft ein Verfahren, dass sich nicht mit einem NS‑Verbrechen befasst, das den Tod eines Menschen verursacht hat (nur Verfahren wegen NS‑Verbrechen mit Todesfolge werden auf der Internetseite vermerkt).

 b) Suchen nach einer bestimmten Gruppe von Verfahren, z.B.

‑ alle westdeutschen Verfahren aus der Zeit vor 1960, die sich mit der Judenvernichtung durch Angehörige der deutschen Wehrmacht befassen
oder
‑ alle Verfahren, in denen weibliche Angeklagte wegen ihrer Teilnahme an der sog. Euthanasie freigesprochen worden sind
oder
‑ alle zwischen 1945 und 1952 in der ehemaligen französischen Besatzungszone durchgeführten Verfahren, die sich mit einem bestimmten Tatbestand (z.B. Verbrechen gegen die Menschlichkeit) befassen, usw.

In vielen solchen Fällen kann die Zentrale Amsterdamer Verfahrensdatei (ZAV) helfen: sie enthält nicht nur ‑ und zwar ungekürzt ‑ die Namen der Angeklagten, deren Verfahren mit einem Urteil abgeschlossen wurden, sondern auch eine grosse Zahl von (meistens von der Staatsanwaltschaft eingestellten) Verfahren, die ohne Urteil geendet sind. Ausserdem enthält die ZAV mehrere Suchkriterien, die auf der Internetseite nicht berücksichtigt werden konnten. Alle diese Kriterien können (anders als auf der Internetseite) bei einer Suche kombiniert (oder ausgeschlossen) werden.

2. Suchen im Pressearchiv

Die Redaktion hat die in der deutschen Tagespresse seit 1963 veröffentlichten Meldungen, Berichte und Kommentare zur Verfolgung von NS-Verbrechen allgemein sowie zu den einzelnen NS-Verfahren gesammelt. Sie enthalten eine Fülle von Informationen über Erfolge und Misserfolge bei der Ahndung, über gesetzgeberische Massnahmen und Rechtsprechung sowie über Ermittlungen und den Verlauf der Hauptverhandlung einzelner Verfahren.

Beantragung der Forschungshilfe

Aus datenschutzrechtlichen Gründen (aber auch weil das Format der Dateien nicht internet-tauglich ist) können Interessenten nicht selbst in der Verfahrensdatei suchen. Damit kann aber - gegen eine bescheidene Gebühr - die von der Redaktion beauftragte Gesellschaft ex post facto productions betraut werden.

E-Mail: junsv@expostfacto.nl)
Ebenso kann sie mit Nachforschungen im Pressearchiv beauftragt werden.

Dieser Service ist für Wissenschaftler, Journalisten und andere Privatpersonen bestimmt. Ein Anspruch darauf besteht nicht, aber ex post facto ist bestrebt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu helfen.